Die Themen-Knotenpunkte beschreiben wichtige Aspekte von Freizeiten, ohne dass ein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben wird. Sie sind stets in drei Teilen aufgebaut: Jeder Knotenpunkt enthält zunächst allgemeine Grundsätze. Diese werden dann konkretisiert in Mindeststandards und Qualitätsziele. Die Mindeststandards sind bewusst auf einem sehr einfachen Qualitätsniveau formuliert, da sie Gültigkeit für die unterschiedlichsten Freizeiten beanspruchen. Dennoch kann es im Einzelfall bei besonderen Freizeitkonzeptionen eine begründete Abweichung von diesen Standards geben. So ist beispielsweise bei einer Wanderfreizeit in den Alpen die telefonische Erreichbarkeit aus technischen Gründen nur eingeschränkt möglich, oder es steht bei einer Kanu-Tour kein Gruppenraum zur Verfügung. Grundsätzlich gilt aber: Eine Freizeit im Bereich des EJW muss alle Mindeststandards erfüllen. Diese Standards können von Eltern berechtigterweise eingefordert werden. Die Qualitätsziele konkretisieren, wie sich die Grundsätze in der Praxis niederschlagen sollten. Je nach Freizeit wird es mehr oder weniger gut gelingen, alle Qualitätsziele umzusetzen. Zudem passt nicht jedes Qualitätsziel auf jede Konzeption. Daher verstehen sich die Qualitätsziele als Impulse für die Teams zur Gestaltung und Weiterentwicklung der Freizeiten. Jedes Team trägt die Verantwortung für die Einhaltung der Mindeststandards und lässt sich von den Qualitätszielen zur Weiterentwicklung inspirieren. Eine bürokratische Überprüfung „von oben“ findet nicht statt. Die zuständigen Gremien haben mit den Mindeststandards aber überprüfbare Kriterien für Konfliktfälle zur Hand. 10 Was dieser Qualitätsleitfaden leistet
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